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GESCHICHTLICHES

 

Der EYSENSTAIN spielte in der Geschichte von Dienten eine bedeutende Rolle und vieles drehte sich Jahrhunderte lang um das begehrte Erz. Genau an dem Platz, an dem 2011 das neue Skizentrum in Dienten er√∂ffnet wird, stand bis ins 19. Jhdt. die Nagelschmiede, in der aus dem Zaineisen (d√ľnne Eisenst√§be) echte Dientner EYSENSTAIN-N√§gel geschmiedet wurden.
Pl√§tze der Geschichte bleiben ‚Äěspecial locations‚ÄĚ.

Das Eisenbergwerk Dienten, das bis 1658 im Besitz von gemeinen Gewerken war, kaufte Erzbischof Guidobald Graf von Thun auf Rechnung der Hofkammer um 15.000 Taler im Jahr 1659. Durch den Anstieg der Kohlenpreise, das Sinken des Eisenpreises und die gro√üen Hochwassersch√§den am Bach wurde das Werk in Dienten 1863-1866 aufgelassen, obwohl die Roheisenerzeugung damals 15.000 Meterzentner betrug. Der Hochofen wurde abgetragen, das Material wurde zum Bau des Gasthofs Mitterwirt und des Hotel Hochk√∂nig verwendet. Ein Teil der Knappen und H√ľttenarbeiter zog nach M√ľhlbach und fand dort beim Kupferbergwerk Arbeit. Ein anderer Teil verstreute sich in ganz √Ėsterreich. Die Zur√ľckgebliebenen waren auf die k√§rgliche Landwirtschaft angewiesen und hatten ihr Lebtag mit der Armut zu k√§mpfen. Die alten Arbeitsst√§tten sind schon lange dahin, nur einige Namen erinnern noch an das gewesene Bergwerk in Dienten: Handlhaus, SchweÔ¨ā h√§usl, Hammerhaus, Naglmeister, Laberg (wo kein Erz vorhanden), Gie√üerhaus...
UND AB 2011 DAS EYSENSTAIN.

 

AUSZUG AUS DER DIENTNER BERGORDNUNG AUS 1536

Wir, Matheus von gods gnaden der heiligen Römischen Kirchen Cardinal, Ertzbischove Zu Saltzburg, Legat des Stuehls Zu Rom etc.:

Von unnserm Perckhrichter Zu Salvelden söllen die Stöllen und Schächt, alt und new emphanngen werden. Item wer auf dem EYSENSTAIN in der Tuenten pawen wil, der sol in dem Plähawß (Plähhaus= Hochofen) daselbst Tayl unnd gemain haben. Es söllen auch die Schächt den Stöllen nit zu nahenndt noch auch fuersich am Pirg in und auf der Stöllen Rechten und maß aufgeslagen und verlyhen werden, sonnder, so ainer ainen Schächt neben aines Stollen emphangen wil, So sol Er dermassen ansitzen, das yeder tayl sein Ordenlichen Scherm auf die seytten haben mug, bey swärer Straff. Unnder diser Ordnung söllen begriffen sein der alt und new Perg, auch anndere Pirg, die Zu der Tuenten anhenngig sein, als die urslaw, auch der muehlpach, und Schwarzenpach. Aber der kolmansegkh, sovil der bisheer in Arbait und paw gewesen ist, sol in dieser Orndung ausgenomen und yeden zuegelassensein. Gleicher weyß haben auch die Arbaiter in der Tuenten von unnsern Vorfordern bisheer die Vergunnung gehabt, das Sy auf dem Pach, genant die Tuenten, biß an die Salzach haben Vischen mugen.

Beschehen unnd ergeben in unnserer Stat Saltzburg an Freytag Nach Sanndt Gallen tag den zwaintzigisten tag des monats Octobris, Als man Zalt nach Cristi unnsers lieben herrn geburde Tausent Fuenff- hundert unnd im Sechsunddreyssigsten Jar.